Fischereihafen

Häfen und insbesondere Fischereihäfen, üben auf uns eine große Faszination aus. Wenn man aus Hamburg kommt, ist das ja auch eigentlich nachvollziehbar, denn diese Stadt ist untrennbar mit dem Hafen verbunden. Allerdings spielt hier die Fischerei eigentlich keine Rolle. In vielen Küstenorten an der Nordsee ist das anders. Hier verbindet sich das Leben an Land immer noch stark mit dem auf See. Oft sind diese Orte aus Häfen und Werften entstanden und verdanken diesen ihren Wohlstand. Das Geschäft der Fischer hat sich natürlich inzwischen total gewandelt. Die Meere sind in vielen Bereichen schon fast leer gefischt und große Industrieschiffe beherrschen die Weltmeere und lassen kleinen, individuellen Fischern kaum noch eine Chance. Manches was Touristen heute in den Häfen sehen, ist sicher nur noch Folklore.

Trotzdem ist die Faszination unbebrochen, die Sehnsucht nach der Weite, der Freiheit, aber auch nach harter Arbeit und rauhem Umgang. Auch das romatisiert sicherlich die oft lebengefährliche Arbeit an Bord, die Entbehrungen auf langer Fahrt und das schmale Einkommen aus dieser Arbeit. Wir sind froh, dass es noch kleine, unabhängige Fischer gibt, die diesen Beruf weiter ausüben und damit vielen Küstenorten einen besonderen Reiz und eben eine Faszination verleihen.